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Osito und Cara - zwei Herzen, die zusammengehören

Im Tierschutz begegnen uns viele Hunde. Jeder von ihnen bringt seine eigene Geschichte mit. Manche berühren uns besonders, weil sie uns zeigen, wie viel Vertrauen, Loyalität und Liebe selbst dort entstehen können, wo das Leben bisher wenig Gutes bereithielt.

 

Genau so eine Geschichte ist die von Osito und Cara. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen, sie zu lesen und sie anschließend mit Ihren Freunden und Bekannten, mit Ihrer Familie und in den sozialen Medien zu teilen. Vielleicht erreicht diese Geschichte genau den Menschen, der bereit ist, nicht nur einem Hund, sondern gleich zwei Herzen ein Zuhause zu schenken.

Dies ist die Geschichte von Osito und Cara – zwei jungen Podencos, die gemeinsam auf der Straße überlebt haben, gemeinsam Hunger, Unsicherheit und Einsamkeit ertragen mussten und die bis heute eine außergewöhnlich enge Freundschaft miteinander verbindet. Ihr gemeinsamer Weg beginnt in einem kleinen Bergdorf in der Provinz Valencia. Zwischen schmalen Gassen, alten Mauern und der weiten, kargen Landschaft tauchten die beiden Podencos eines Tages wie aus dem Nichts auf. Niemand wusste genau, woher sie kamen. Niemand wusste, wie lange sie schon unterwegs waren. Doch eines war vom ersten Augenblick an unübersehbar: Diese beiden Hunde waren unzertrennlich. Man sah sie nie allein. Wo der eine war, war auch der andere. Wo der eine stehen blieb, wartete der andere. Wo einer sich niederlegte, legte sich der zweite dazu. Als hätten sie beschlossen, die Last ihres Schicksals gemeinsam zu tragen.

Sie streiften vorsichtig durch die Straßen, suchten nach Wasser, nach Futter, nach einem sicheren Platz für die Nacht. Zwei junge Podencos, die vermutlich aus den umliegenden Bergen kamen – aus jener Welt, in der Jagdhunde oft nur so lange von Bedeutung sind, wie sie Leistung bringen. Vielleicht waren sie nicht schnell genug. Vielleicht nicht ausdauernd genug. Vielleicht entsprachen sie einfach nicht den Erwartungen ihrer Besitzer. Was auch immer der Grund gewesen sein mag: Irgendwann wurden sie zurückgelassen und ihrem Schicksal überlassen. Für viele Hunde bedeutet dieser Moment das Ende. Für Osito und Cara wurde er zum Beginn eines langen Kampfes ums Überleben. Ositos Körper erzählte von diesem Kampf. Die Spuren seines bisherigen Lebens waren unübersehbar. Sein Fell war verkrustet vor Schmutz, sein Zustand ließ erahnen, wie lange er sich bereits durchschlagen musste. Doch trotz allem hatte er sich etwas Kostbares bewahrt: seine Sanftheit. Sein Blick suchte die Nähe der Menschen, als wollte er noch immer daran glauben, dass irgendwo jemand auf ihn wartet. An seiner Seite lief Cara. Die zierliche Podenca war vorsichtiger, zurückhaltender. In ihren Augen lag die Erfahrung von Enttäuschung und Verlust. Doch wer ihr etwas Zeit schenkte, erkannte schnell ihre sensible und liebevolle Seele. Und vor allem erkannte man, wie sehr sie sich an Osito orientierte.

Die beiden Hunde hatten nichts. Kein Zuhause. Keine Sicherheit. Keine Menschen, die sie beschützten. Nur einander.

Wochenlang wurden die beiden immer wieder im Dorf gesehen. Die Bewohner kannten ihre Gesichter, ihr vorsichtiges Umherstreifen am Ortsrand. Doch niemand fühlte sich verantwortlich. Es waren schließlich „nur Jagdhunde“, Hunde, deren Leid in Spanien oft weniger Beachtung findet, weil sie nicht als Familienhunde gelten. Ihr Schicksal wird deshalb fast immer mit einer unvorstellbaren Gleichgültigkeit hingenommen.

Wie die beiden diese Zeit überstanden haben, weiß niemand. Vielleicht war es ihre tiefe Verbundenheit, die ihnen das Leben rettete.

Nach vielen Wochen auf sich allein gestellt kreuzte sich ihr Weg schließlich mit dem eines Menschen, der von unserem Projekt wusste. Die beiden Hunde waren ihm nicht gleichgültig. Er fotografierte sie und schickte uns die Bilder mit der Bitte, ihnen zu helfen. Diese kurze Nachricht eines Fremden sollte für Osito und Cara alles verändern.

Mit der Unterstützung befreundeter Tierschützerinnen der Protectora Villena gelang es schließlich, die beiden einzufangen und in Sicherheit zu bringen. Nach Wochen des Umherirrens mussten sie nicht länger jeden Tag ums Überleben kämpfen. Endlich gab es regelmäßiges Futter, frisches Wasser, medizinische Versorgung und Menschen, die hinsahen und sich kümmerten. Zum ersten Mal seit langer Zeit mussten Osito und Cara nicht mehr allein zurechtkommen. Zum ersten Mal durften sie darauf vertrauen, dass es Menschen gab, denen ihr Schicksal nicht gleichgültig war.

 

In den folgenden Wochen berührte uns ihre Freundlichkeit und ihre Dankbarkeit. Vor allem aber war es ihre Beziehung zueinander, die uns tief beeindruckte. Man konnte sie überall beobachten: beim Schlafen, beim Ruhen, beim Beobachten ihrer Umgebung. Immer suchten sie die Nähe des anderen. Noch immer schienen sie sich gegenseitig Sicherheit zu geben.

Sie waren zu zweit durch die schwerste Zeit ihres Lebens gegangen. Und niemals würde einer den anderen freiwillig allein lassen. Und trotzdem standen wir irgendwann vor einem Dilemma. So sehr wir uns wünschten, für Osito und Cara ein gemeinsames Zuhause zu finden – die Wochen vergingen, ohne dass sich auch nur eine einzige ernsthafte Anfrage für beide zusammen ergab

Die Realität im Tierschutz ist leider oft, dass es schon schwer genug ist, für einen Hund die richtigen Menschen zu finden. Für zwei Hunde gemeinsam wird es noch viel schwieriger. Gleichzeitig wussten wir, dass ein Tierheim kein Ort für die Zukunft ist. Es bietet Schutz und Versorgung, aber kein echtes Zuhause. Kein Ankommen. Kein eigenes Leben. Deshalb beschlossen wir schweren Herzens, zumindest die Möglichkeit einer getrennten Vermittlung in Betracht zu ziehen, wenn sich dadurch für einen von beiden die Chance auf ein Zuhause ergeben würde. Und genau deshalb trafen wir später eine Entscheidung, die vernünftig erschien – und sich doch als schmerzhafter Irrtum herausstellen sollte.

Für Cara hatte sich ein Ehepaar gemeldet. Die beiden besuchten sie persönlich und verliebten sich sofort in die freundliche Podenca. Der Platz schien perfekt. Das Ehepaar wollte alles vorbereiten und Cara sollte schon bald in ihr neues Zuhause reisen.

Da man davon ausging, dass sie das Tierheim in Kürze verlassen würde, wurde Osito in ein Partner-Tierheim gebracht. Dort gab es mehr Platz, größere Ausläufe und bessere Vermittlungsmöglichkeiten. Für ihn sollte das eine Chance sein.Niemand ahnte, wie schwer diese Trennung für Cara werden würde. Zum ersten Mal seit ihrer Rettung war Osito nicht mehr an ihrer Seite. Während wir voller Hoffnung auf ihre bevorstehende Vermittlung blickten, schien Cara mit jedem Tag trauriger zu werden. Sie zog sich zurück. Sie wirkte verloren.  Sie wartete. Tag für Tag. Woche für Woche. Nicht auf ihre vermeintliche Familie. Sie wartete auf Osito. Sie wartete auf Osito. Auf den einzigen verlässlichen Halt, den sie gekannt hatte, seit sie sich auf der Straße begegnet waren.

Dann kam der Tag, an dem ihre neue Familie sie abholen sollte. Aber sie kamen nicht. Das Ehepaar sagte ab. Man habe festgestellt, dass man doch nicht genügend Zeit für einen Hund habe. Zurück blieb für uns nach all den Wochen der Hoffnung eine große Enttäuschung. Doch gleichzeitig brachte genau dieser Moment eine Erkenntnis, die niemand mehr übersehen konnte. Während wir Menschen uns Sorgen um die geplatzte Vermittlung machten, hatte Cara uns längst gezeigt, was sie wirklich belastete.

Es war nicht das fehlende Zuhause. Sondern das Fehlen von Osito. Ihre Traurigkeit begann nicht an dem Tag, an dem die Interessenten absagten. Sie begann an dem Tag, an dem Osito gegangen war.

Schließlich trafen wir die Entscheidung, auch Cara in das Tierheim zu bringen, in dem Osito inzwischen lebte. Nach all den Wochen der Trennung sollte sie ihren Freund endlich wiedersehen.

Und dann kam dieser Moment. Ein Moment, auf den niemand vorbereitet war. Ein Moment, der uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Als Cara ihren Freund Osito erblickte, schien all die Traurigkeit der vergangenen Wochen von ihr abzufallen. Die Unsicherheit, die Einsamkeit, das stille Warten – plötzlich war alles vergessen. Die beiden erkannten sich augenblicklich. Es gab kein Zögern, keine vorsichtige Annäherung. Nur Freude. Reine, ehrliche Freude.

Die Tierschützerinnen vor Ort hielten das Wiedersehen mit der Kamera fest. Und während wir das Video später sahen, wurde uns etwas bewusst, das sich mit Worten nicht beschreiben lässt. In diesem Augenblick wurde klar, dass sie füreinander weit mehr waren als bloße Weggefährten. Sie waren Heimat. Sicherheit. Vertrautheit. Der eine war für den anderen das geworden, was ihnen die Welt so lange nicht gegeben hatte: ein Stück Geborgenheit. Es war, als würde eine schwere Last von Cara abfallen. Als hätte sie endlich wiedergefunden, wonach sie so verzweifelt gesucht hatte. In diesem Augenblick wurde deutlich, dass ihre Geschichte weit über eine gewöhnliche Freundschaft hinausgeht. Sie hatten gemeinsam überlebt. Gemeinsam Angst ausgehalten. Gemeinsam Hunger ertragen. Und selbst die letzten Wochen der Trennung hatten nichts an dieser Verbindung geändert.

Heute leben Osito und Cara wieder zusammen im Tierheim. Sie schlafen nebeneinander, suchen die Nähe des anderen und geben sich dieselbe Sicherheit wie damals auf den Straßen des kleinen Bergdorfes. Doch so sehr wir uns darüber freuen, dass sie wieder vereint sind – ein Tierheim ist kein Ort für immer. Ein Zwinger ist kein Zuhause. Es kann Schutz bieten, Futter und medizinische Versorgung. Aber es kann keine Familie ersetzen. Kein weiches Körbchen in einem ruhigen Wohnzimmer, keine vertrauten Menschen, keine Geborgenheit, die bleibt. Deshalb wünschen wir uns von Herzen, dass Osito und Cara auch ihre Zukunft gemeinsam verbringen dürfen. Natürlich wissen wir, wie schwer es ist, ein Zuhause für zwei Hunde zu finden. Doch wer ihre Geschichte kennt, wird verstehen, warum wir diesen Wunsch nicht aufgeben möchten.

Osito und Cara haben sich in einer Welt gefunden, die ihnen nichts geschenkt hat. Sie waren füreinander da, als niemand sonst da war. Ihre Geschichte begann mit Verlassenwerden. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass sie mit Liebe, Geborgenheit und einem Zuhause endet, in dem sie endlich ankommen dürfen.  Zusammen und für immer.

Osito - geboren 10/2023 – 65 cm – 21 kg – geimpft und kastriert

Cara – geboren 10/2023 – 52 cm – 13 kg – geimpft und kastriert​

Videosequenzen....

Aus dem Fotoalbum...

Wenn Sie sich für  Osito und Cara interessieren, schreiben Sie mir!  Gern beantworte ich Ihre Fragen.​ 

Sollten Sie sich bereits verliebt haben und  fest entschlossen sein, die beiden adoptieren zu wollen, schicken Sie mir einfach Ihre Telefonnummer und die Zeit, in der ich Sie am besten erreichen kann. Ich rufe Sie dann zeitnah an.​

Selbstverständlich sind Osito und Cara - wie alle Podencolitos  - geimpft und kastriert und reisen mit vollständiger Labor-Blutanalyse.  ​EU-Pass und Mikro-Chip sind selbstverständlich. 

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    © 2019 by Beate Rost

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